Mongolei - Endlose Weiten per Rad
Endlos weite Steppen unter tiefblauem Himmel, glasklare Seen und wilde Flüsse, Nomaden mit Yak- und Kamelherden, menschenleere Halbwüsten - es gibt wenige Reiseziele, bei denen die gängigen Klischees so mit der Realität übereinstimmen wie in der Mongolei. In dem riesigen zentralasiatischen Land, das zu den am dünnsten besiedelten Gebieten der Erde zählt, gibt es nicht einmal 2000 Kilometer befestigter Straßen . Das mongolische Hochland ist Schauplatz der abenteuerlichen Mountainbike-Reise durch einsames Nomadenland und fast ausschließlich auf unbefestigten Pisten und Erdstraßen.
Reiseverlauf
Anreise
Flug von Berlin mit Mongolian Airlines (MIAT) in die mongolische Hauptstadt Ulaan Baatar mit Ankunft am 2. Tag. (-/-/-)
2. Tag:
Am Nachmittag des 2. Tages Stadtrundfahrt und Sightseeing (Nationalmuseum, Bogd-Khan-Palast, Regierungsplatz etc.) ÜN Hotel (F/M/-).
3. Tag:
Am Vormittag beginnt die 6-stündige Busfahrt (396 km) nach Erdenet, der drittgrößten Stadt der Mongolei,
in deren Nähe sich eine der größten Kupferminen der Welt befindet. ÜN Hotel (F/M/A)
4. Tag:
Zusammenbau der Bikes und Start zur Radtour. Die letzten Häuser von Erdenet bleiben bald zurück und es geht hinaus in die Steppe. Ziel ist der Orchon, zweitgrößter Fluss der Mongolei. 1. Zeltnacht unter dem Sternenhimmel Asiens. Bikeetappe Erdenet - Orchon 62 km/600 Hm (Höhenmeter). ÜN Camp (F/M/A).
5. Tag:
Der erste Teil des Tages führt durch leicht hügeliges Gelände, ehe nach einer längeren Abfahrt die Brücke über den Altaan-Fluss erreicht wird (Lunchpause). Ein sanfter, etwa 350 Höhenmeter-Anstieg führt auf den Tuluugiin-Pass, ab dem sich die Landschaft deutlich ändert: Die lichten Wälder bleiben zurück und die scheinbar endlose Weite der mongolischen Steppe beginnt. Camp in der Nähe der erloschenen und kaum noch erkennbaren Vulkane Uran und Togo im "Uran-Togoo Tulga Mountain Natural Reserve". Bikeetappe Orchon - Uran Togo 65 km/820 Hm. ÜN Camp (F/M/A).
6. Tag:
Steppenlandschaft mit sanften Hügeln, Nomaden und Tierherden prägen das Bild des Vormittages. Fahrt
Richtung Südwesten in den Arkhangai-Aimag. Die Piste führt südlich des 1862 m hohen Mt. Saikhan vorbei in ein weites Tal am Fuß des Kholboogin-Passes. Bikeetappe 67 km/490 Hm. ÜN Camp (F/M/A).
7. Tag:
Der Tag beginnt mit dem Anstieg auf den 1649 m hohen Kholboogin-Pass, von dem sich ein phantastischer Blick über weite Steppen- und Hügellandschaften öffnet. Nach der Abfahrt windet sich die Piste durch sanfte Flusstäler nach Hayrhan. Lager direkt am Fluss. Bikeetappe 28 km/400 Hm. ÜN Camp (F/M/A).
8. Tag:
Zügige Fahrt auf guten Erdpisten im weiten Tal des Khuniin-Flusses - die Route führt durch leicht bewaldete Hügel, vorbei an einigen kleineren Seen. Gelegentliche Begegnungen mit Nomadenfamilien und ihren großen Tierherden bringen interessante Abwechslungen. Lager an den Abhängen des Mt. Chingeltei im oberen Khuniin-Tal. Bikeetappe Hayrhan - Chingeltei 51 km/420 Hm. ÜN Camp (F/M/A).
9. Tag:
Der erste Teil der Tagesetappe führt flussaufwärts bis in etwa 1800 m Höhe, gefolgt von einer längeren Abfahrt zum Tamir-Fluss (Lunchpause). Nach Durchfurtung des Flusses geht's den Tamir entlang zum Ikh Tamir ("Großer Felsen" = merkwürdig geformter Monolith mit unterschiedlichen Felszeichnungen und Inschriften) und zu einem malerisch gelegenen Lagerplatz direkt am Fluss. Bikeetappe Chingeltei - Ikh Tamir 68 km/450 Hm. ÜN Camp (F/M/A).
10. Tag:
Wohlverdienter Rasttag am Tamir-Fluss oder auf Wunsch "action": Wanderung in der bergigen Umgebung, Besuch von Nomadenhirten und/oder ein kurzer Ritt auf einem Mongolenpferd. ÜN Camp (F/M/A).
11. Tag:
Ausgeruht geht's weiter. Nach kurzer Fahrt werden die Ausläufer des Khangai-Gebirges erreicht - nach der bisherigen eher sanften Hügellandschaft ein völlig anderes Landschaftsbild mit den ersten Felsbergen am Horizont. Übernachtung in einem fixen Ger-Camp (Ger = traditionelles mongolisches Fellzelt) bei den Quellen von Tsenger Jiguur. Bikeetappe Ikh Tamir - Tsenger 62 km/950 Hm. ÜN Ger-Camp (F/M/A).
12. Tag:
Abwechslungsreiche Fahrt in die Khangai-Berge, wo gute Pisten durch ausgedehnte Lärchen- und Pinienwälder führen. Begegnung mit den ersten Yaks - die langhaarigen, mächtigen Tiere sind der wertvollste Besitz der hier lebenden Nomaden. Lager am Ufer eines Flusses unterhalb des 2312 m hohen Mt. Ondor Khairkhan. Bikeetappe Tsenger - Ondor Ovoo Uul 57 km/630 Hm. ÜN Camp (F/M/A).
13. Tag:
Fahrt durch das landschaftlich reizvolle Tal des Orchon-Flusses zum Orchon-Wasserfall. Am Nachmittag Wanderung in der Umgebung der Wasserfälle - die Landschaft gehört zu den schönsten der Mongolei. Bikeetappe 42 km. ÜN Ger-Camp (F/M/A).
14.-15. Tag:
Zwei Biketage mit mehreren Anstiegen bei der neuerlichen Überquerung (zwei Pässe) der Ausläufer des Khangai-Gebirges. Lange Abfahrt ins Tal des Orchon-Flusses, der in die ehemalige Mongolen-Hauptstadt Karakorum, dann weiter zum Baikal-See in Russland fließt und schließlich in das Arktische Meer mündet. Am Abend des 15. Tages kurzer Fußweg und Besichtigung des kleinen buddhistischen Klosters Tuvhun, einer alten Einsiedelei, die aufwändig restauriert wurde und 2004 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. 2 Bikeetappen bis Tuvhun 42 bzw. 48 km/ca. 600 Hm. ÜN Camps (F/M/A).
16. Tag:
Durch schöne Flusslandschaften wird die Ebene von Kharkorin erreicht (der Name bedeutet "Schwarze Felsen" oder "Schwarzes Geröll") und wenig später die um 1220 n. Chr. gegründete historische Hauptstadt Dschingis Khans, Karakorum. Bikeetappe Tuvhun Kloster - Karakorum 56 km/285 Hm. ÜN Ger-Camp mit (wohlverdienter) Dusche und mongolischem Abendessen (F/M/A).
17. Tag:
Rasttag. Besichtigung des bedeutenden Klosters Erdene Zuu ("Hundert Kostbarkeiten"), das 1586 als erstes großes buddhistisches Kloster der Mongolei gegründet wurde. Während seiner Blütezeit lebten in seinen fast 100 Tempeln über 1000 Lamas - die 2 km lange Klostermauer mit 108 Stupas zeugt heute noch von einstiger Größe. Bikestrecke 10 km. ÜN Ger-Camp (F/M/A).
18. Tag:
Letzter Tag auf dem Mountainbike. Fahrt von Karakorum durch die grüne Wiesenlandschaft des Orchon-Tales zur Ausgrabungsstätte Chöschöö Tsaldam, dem Grab eines türkischen Oberbefehlshabers. Weiterfahrt mit dem Rad zum 1380 m hoch gelegenen Ogii Nuur-See mit reichhaltiger Vogelwelt. Bikeetappe Karakorum - Ogii Nuur 70 km. ÜN Ger-Camp (F/M/A).
19.-20. Tag:
Letztes (Steppen)Frühstück, Spaziergang am See, gemütlicher Ausklang des Mongolei-Abenteuers. Verpacken der Räder auf die Fahrzeuge und Rückfahrt (349 km) in die Hauptstadt Ulaan Baatar. ÜN Hotel (F/M/-). Der 20 Tag dient als genereller Reservetag für unvorhergesehene Zwischenfälle oder flexibel eingeschobener Rasttag während der eigentlichen Biketour. ÜN Camp (F/M/A).
21.-22. Tag:
Individuelles Sightseeing oder Tag zur freien Verfügung in Ulaan Baatar: Besuch des Gandan Klosters, des Naturkundemuseums und weiterer Sehenswürdigkeiten oder Relaxen. ÜN Hotel (F/M/-).
22. Tag:
frühmorgens Transfer zum Flughafen und Rückflug wieder mit Mongolian Airlines (MIAT) nach
Berlin (F/-/-). Rückfahrt/-flug nach Österreich.
Generelle Hinweise
Charakteristik
Über gute Kondition und Gesundheit, sowie sicheres Fahrkönnen auf unbefestigten Pisten und Erdstraßen sollte man verfügen. Während der Tour bleibt genügend Zeit für längere Regenerationsphasen. Zusätzlich stehen die Begleitfahrzeuge bei Bedarf für "motorisierte Erholungsphasen" zur Verfügung.
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Preis in € |
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| Radmitnahme pro Strecke | 70 |
| Leihrad pro Tag in USD plus USD 400,- Kaution | 30 |